Mark Rinasky

Kommentare – Wahnsinn – Links. Alles in Echtzeit.

Abc des Untergangs

Des Menschen unersättliches Gemüt verzückt durch die Distanzen rückt
Doch scheint als ob es nur noch Sterne wären die der Mensch erblickt
Im Erdkreis seines Wirkens schon in der Kindheit frühster Stunde
Der Seele ungetrübte Kraft am Tau der Wirklichkeit zerbricht: Licht!

Wenn im Wahn des Alltags ein großer Wille mit Distanz regiert
Das verlassene Selbst auf einen Zirkel transzendiert
Entfernter Nähe Defizit – ein Korrelat des Nichts
Im Regelwerk verlorener Ideale ins Gesetz der Zeit gerückt: Zurück!
Allein das Band der Liebe nur mit Bedacht zum Einsatz kommt

Gestimmt im Notruf der Sirenen der Ursprung finsteren Mächten folgt
Indes der Blindheit Ansturm auf fliehende Distanzen zielt
Und das Band der Liebe am Tau der Wirklichkeit zerbricht: Verzicht!

Und ein verschrobener Kampf beginnt
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht
Vom Geschrei ergrauter Paare ins Erhabene getragen
Des Fortschritts blinder Eifer vergebens nach den Sternen greift
Braungoldene Klänge – der Jugend Unschuld ein böses Erbe ziert:

Blind date!

 

Gefunden in der Glaserei (Stuttgarter Zeitung)

Kurz vor Ewigkeit

Irgendjemand hatte die Parameter des Lebens verändert, die Jahreszeiten wechselten schneller als Tag und Nacht, und es gab Menschen, die sich selbst in der Vergangenheit begegneten. Unbefugtes Leben verboten. Der Titel war verwirrend, und meine Gedanken buchstabierten: Fenster zum Himmel. Ich hatte mich mal wieder überreden lassen, ins Kino zu gehen, und da mir der Film nicht gefiel, dachte ich mir alternative Titel aus. 31. November: Zu intellektuell. Das letzte Blatt: Zu sentimental. Ich wäre dem Leben auf der Leinwand gerne ausgewichen, aber neben mir saßen zwei Kollegen, die ich nicht im Stich lassen durfte. Abgeriegelte Bilder. Ich war neu hier und wollte niemanden vor den Kopf stoßen. Außerdem spielte Ritschie Müller eine Hauptrolle in der Kindheit seiner Mutter: Kurzer Applaus. (10/2002)

Ein Programm, das kaum bekannt ist, obwohl es von Microsoft kommt …
OneNote ist ein digitales Notizbuch. Die Struktur ist einfach und durchdacht. Genial! Selbst bei größtem Informationsumfang kann der Überblick nicht verloren gehen; das Programm ist Datendepot und Verteilerstation zugleich. Texte, Bilder, Internetseiten, selbst Musikstücke und Videos – alles läßt sich im Schnellverfahren integrieren und im Sofortzugriff abrufen:

  • EDV-gestützt so arbeiten wie Sie es mit Papier und Kugelschreiber gewöhnt sind;
  • Zentrale Ressource für sämtliche Ideen;
  • Informationen erfassen und referenzieren.

Generell ist die Informationssammlung zwar mit einer Vielzahl von Programmen möglich, doch die Stärke von OneNote liegt «in der Übersicht und Verwertbarkeit der Infos. Das Programm ist sehr flexibel, und man kann es nach Belieben zurechtbiegen. Eine Art Softwareknete, die sich dem Nutzer anpaßt» (Amazon-Kritik). Notizen, Webrecherchen, Audioaufzeichnungen – der Schnellzugriff ist immer garantiert, die bisweilen mühevolle Suche nach dem Speicherort entfällt: Register, Unterregister und eine effiziente Suchfunktion sind bestens aufeinander abgestimmt. Das Abspeichern erfolgt automatisch; durch die permanente Synchronisierung ist unerwünschter Datenverlust  so gut wie ausgeschlossen. Bei Bedarf läßt sich das Programm mit anderen Personen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Standorten nutzen; die Zentralverwaltung der Daten erfolgt dann über Windows Live mit Änderungsverfolgung.

Infos lassen sich nicht nur rasch markieren, indexieren und verknüpfen oder per Tastendruck an andere Programm senden – sie sind sogar frei auf dem Bildschirm plazierbar. Ferner lassen sich alle erdenklichen Arten von Textfeldern implementieren und im Bedarfsfall «kreuz und quer neu anordnen». Und beim Kopiervorgang aus dem Internet wird die Adresse mit abgespeichert. Stichwortkette: Clip- und Schnellablagefunktion, zeitsparende Tools, Seitengruppen mit mehreren Ebenen, optimierte Instrumente für die Abschnittsverwaltung sowie eine Navigationsleiste, die intuitiv und ohne Einführung genutzt werden kann. Jede Information kann mit Hyper-Links versehen werden, um jederzeit einen problemlosen Zugriff auf zugehörige Inhalte zu gewährleisten. Das Durchsuchen der Notizbücher erfolgt effektiver als in jedem anderen mir bekannten Programm, das Verwalten der Abschnitte ist selbsterklärend und das simple Zusammenführen sowie der Zugriff und das Organisieren von Inhalten mehrerer Anwendungen ist in seiner Unkompliziertheit beispiellos.

Fazit: Umständliche Ordnersuche? Entfällt. Mehrfaches Anklicken der verschiedensten Buttons, um eine Information, die tief in unserem System schlummert, auf den Schirm zu rufen? War gestern. Notizen in Papierform für das Wichtige, damit wir es nicht verlieren oder vergessen? Vergangenheit! Alles, womit wir im Livetakt arbeiten müssen, befindet sich jetzt an EINEM Ort. Exakt das war der Vorteil des Notizbuchs in Buchform, für das es bislang keine praktikable Alternative gab. Dank OneNote ist diese Lücke auf unserem PC geschlossen worden. Übersichtlichkeit und Effizienz sind einzigartig. Vielleicht sogar revolutionär. Seitdem ich mit diesem Tool arbeite, verbrauche ich kaum noch Zettel, Haftnotizen oder Karteikarten. Unglaublich. So übertrieben und irreführend viele Werbesprüche auch sein mögen, diesmal gehen Ankündigung und Wirklichkeit Hand in Hand: «Notizen waren gestern – OneNote ist heute.» Danke, Microsoft.

Links:
Microsoft OneNote 2010 – 1PC/1User (CD-ROM)
Selbstorganisation mit Microsoft OneNote 2010 (Broschiert)

Eine Art Einleitung

Etuikleid, Samthandschuhe. Dabei wäre ich mit einem Streichholz zufrieden gewesen. «Ist Ihnen nicht kalt?», fragte ich und berührte ihre Schultern. «Es laufen zu viele Realisten herum», sagte 17 wie aus Versehen. Ich küßte sie auf den Mund. Ein Scheinwerfer erfaßte uns für den Bruchteil einer Sekunde. Dann: Ein kurzes Kichern. «Was war das?», fragte ich, mit dem Gesicht so nah bei ihr, daß die folgenden Worte direkt in mich hinein fielen: «Die Liebe», sagte sie. Nun zog sie mich in ihre Umarmung und wieder wurde ich vom Blinkfeuer einer mir unbekannten Quelle geblendet. Keine Notbeleuchtung, viel Weiß. «Bist Du schon einmal ohnmächtig geworden – beim Küssen?», fragte 17 ohne Worte. Halleffekt. Oder fragte ich? Die Vertonung unserer Gedanken erfolgte im Livetakt. Auch alles übrige geschah in seltsam ungewohnter Harmonie, formvollendet, distanzlos. Zu virtuos für ein Paar, daß sich erst seit ein paar Sekunden kannte? Zu schön? Augenaufschlag. 17 lachte. Feuer? (06/2008) 

Der FDP gehen bald die Aufgaben aus. Schon debattieren Rösler und Westerwelle, ob sie in NRW überhaupt antreten sollen. Zeit für Alternativen …

 

Da die FDP, wie sie auf ihrer Webseite versichert, eine Partei ist, die nach vorne schaut, sollte sie gleich beides miteinander verbinden und ihren Internetauftritt lukrativer gestalten. Ohnehin interessieren sich die Menschen kaum noch für Politik. Und für die Politik der FDP interessiert sich ja offenbar nur noch die FDP selbst wie das Ergebnis im Saarland beweist (alles Selbstwählerstimmen). Dennoch sollte sich die Partei nicht aufgeben, schließlich haben die «Liberalen» eine Webseite. Und damit kann man Gutes tun.

Spielzeug – Geld – Spende

Grundgedanke: Familien mit niedrigem Einkommen haben die Option, günstig Spielzeug (das mit Hilfe von FDP-Aufrufen gesammelt wird) zu erwerben und gleichzeitig mit ihrem Kauf eine Spende zu initiieren, die nicht nur in der Dritten Welt überproportional viel bewirken kann, sondern auch in Deutschland (insbesondere dort, wo FDP-Politik schon wirksam werden konnte). Das Konzept paßt sehr gut in den Kontext der FDP-Seite und könnte Medienaufmerksamkeit auslösen. Wie das funktionieren soll? An die Bevölkerung wird der Appell gerichtet, Spielwaren anstatt Geld zu spenden (zu verschenken), damit die FDP die Spielwaren im Zuge eines automatisierten Verfahrens in Geldspenden verwandeln kann.

Verfahren (in fünf Schritten):

Der Spender setzt das Angebot inklusive Bild auf die FDP-Seite (www.fdp.de) – Schritt eins. Sobald sich ein Interessent findet, überweist dieser das Geld an die FDP (2) unter Angabe seiner Adresse. Nach Eingang des Geldes wird das Bild von den «Liberalen» eingegraut und mit der entsprechenden Zielanschrift versehen (3), womit der Spender das Signal erhält, das Spielzeug (an den Käufer) zu versenden (4). Im letzten Schritt kann die FDP das Geld spenden.

Am Ende haben alle gewonnen:

  • Der Spender hat gespendet (ohne Geld auszugeben).
  • Der Käufer hat Ware erworben (ohne einen überteuerten Preis zu zahlen).
  • Und die FDP hat eine Spende zur Weiterleitung an Bedürftige erhalten (ohne in Aktion zu treten), was mit einem erhöhten Zugriff beim Aufruf der anderen Infos, die sich auf der FDP-Seite tummeln, einhergehen könnte.


Hinweis:
Es kommt weder Spielzeug bei der FDP an, noch muß irgendetwas versendet werden! Die FDP ist lediglich die Mittlerstation (Kontrollinstanz). Der Aufwand würde sich auf den administrativ-finanziellen Sektor beschränken (Geld empfangen, Eingang bestätigen). Da nicht davon auszugehen ist, daß die Idee sofort boomt, dürfte der Aufwand zu Beginn überschaubar sein. Sobald ein größerer Zuwachs zu verzeichnen ist, könnte man eine Teilzeitkraft (Solms, Niebel) damit beauftragen. In diesem Zusammenhang müßte über eine kleine Vermittlungsgebühr zwecks Kostendeckung nachgedacht werden.

WORTSALAT – ein Büro-Spiel    

Zwei Gruppen werden gebildet. Jede Gruppe denkt sich einen Satz aus, wobei die Anzahl der Wörter der Anzahl der Gruppenmitglieder entsprechen muß: Jedem Gruppenmitglied wird ein Wort aus dem Satz zugeteilt. Anschließend tragen die Gruppen ihren Satz vor, indem alle Wörter gleichzeitig gerufen werden. Aus den erkannten Einzelwörtern muß dann der korrekte Satz gebildet werden.

Ziel & Effekt:

– Konzentration üben;
– Kombinationsfähigkeit schulen;
– Aussprache von Wörtern festigen;
– Langeweile töten.

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